Diventus – uptime.company

Kunden-Support

Für bestehende Kunden: Hotline oder E-Mail

LeistungenÜber unsAktuellesNIS2-CheckAusfallkosten-RechnerErstberatung anfragen
Säule 1 — Fehlertolerante Server

Stratus everRun — Fehlertoleranz statt Failover

Zwei Server, eine Anwendung, ohne klassischen Failover-Moment. Software-Checkpointing hält Ihre geschäftskritischen Prozesse am Laufen — auch wenn Hardware ausfällt.

Server-Infrastruktur mit blauer Beleuchtung — Stratus everRun fehlertolerante Server

Klassische Host-HA erkennt den Ausfall eines Servers und startet betroffene VMs auf einem anderen Host neu. Wie lange der Geschäftsprozess unterbrochen ist und welche Daten betroffen sind, hängt von Anwendung, Speicher und Konfiguration ab. Der Wiederanlauf muss deshalb an der konkreten Anwendung geprüft werden.

Stratus everRun arbeitet anders. Auf zwei physischen Servern läuft jeweils eine virtuelle Maschine. Der erforderliche Zustand der geschützten VMs wird über Speicher-Checkpoints synchronisiert. Fällt ein Server aus, läuft die Anwendung im fehlertoleranten Betrieb (everRun Enterprise) auf dem verbliebenen Server weiter, laut Hersteller bei abgedeckten Komponentenfehlern ohne VM-Neustart. Anwendungsfehler, fehlerhafte Änderungen und externe Abhängigkeiten benötigen eigene Maßnahmen.

In älteren Unterlagen und Fachartikeln wird dieses Verfahren auch als Lock-Step beschrieben. Der Hersteller bezeichnet everRun heute als softwarebasierte Fehlertoleranz mit Checkpointing. Der Unterschied zur gleichnamigen Hardware-Technik liegt darin, dass die Redundanz bei everRun in Software auf zwei Standardservern entsteht statt in replizierten Bauteilen eines einzelnen Systems. Wer diese Hardware-Variante sucht, findet sie beim Stratus ftServer.

everRun ist eine von mehreren Bauformen, mit denen sich Ausfallsicherheit erreichen lässt. Welche im konkreten Fall passt, entscheidet sich an der Anwendung und am Standort. Diventus plant und betreibt hochverfügbare Server in Berlin und ordnet everRun in diesem Rahmen ein.

Quelle: Penguin Solutions, Stratus everRun Produktseite (abgerufen 05.10.2026). everRun Enterprise: 99,999 % Verfügbarkeit. Daraus umgerechnet: rund 5,3 Minuten Ausfall pro Jahr (eigene Umrechnung auf 365 Tage). Dies ist keine automatische SLA-Zusage für Ihre gesamte Anwendung; Konfiguration, Fehlergrenzen und Betriebsleistungen werden konkret vereinbart.

Brauche ich everRun Express oder Enterprise?

Express bietet Hochverfügbarkeit; Enterprise zusätzlich Fehlertoleranz. Die Wahl hängt davon ab, welches Verhalten Ihre Anwendung bei einem Serverfehler benötigt: Ist ein Wiederanlauf akzeptabel, oder soll ein laufender Vorgang beim abgedeckten Fehler fortgeführt werden? Wir prüfen die benötigte Schutzart anhand Ihrer Anwendung und der vorgesehenen Konfiguration.

Editionen beim Hersteller

Kernfunktionen

Software-Checkpointing

Im FT-Modus synchronisiert everRun Speicher- und Plattenzustände der geschützten VMs auf beiden Servern. Bei abgedeckten Komponentenfehlern ist die Fortführung ohne klassischen VM-Neustart vorgesehen. Die unterstützte Konfiguration und das Fehlerbild bestimmen den Schutz.

Automatische Übernahme ohne klassischen Failover-Moment

Kein manueller Eingriff erforderlich. Im fehlertoleranten Betrieb läuft die Anwendung laut Hersteller unterbrechungsfrei weiter. Nach Reparatur des ausgefallenen Servers erfolgt die Resynchronisation automatisch.

SplitSite — Geographische Redundanz

Die synchronisierten Server können an getrennten Standorten betrieben werden. Ein passendes Design berücksichtigt Hardwareausfälle sowie Standortrisiken wie Brand, Hochwasser und Stromausfall. Netzverbindung und Ausfallverhalten müssen zur unterstützten Konfiguration passen.

Web-basiertes Management

Webbasierte Konsole zur Steuerung und Überwachung des Systems. Einrichtung, Wartung und Fehlerbehandlung benötigen passende Kenntnisse der vorgesehenen Konfiguration.

Was brauche ich für SplitSite — und ersetzt das mein Backup?

Für SplitSite müssen Standortaufteilung, Netzverbindungen und Ausfallverhalten zusammenpassen. Insbesondere bei SplitSite empfiehlt der Hersteller Quorum-Server. Die räumliche Trennung ersetzt keine Sicherung gegen fehlerhafte Änderungen oder andere Ereignisse, die beide Seiten betreffen. Deshalb planen wir Backup und Wiederherstellung als eigene Aufgaben und legen fest, welche Datenstände wiederherstellbar sein müssen.

Herstellerhinweise zu SplitSite und Quorum

Technische Eckdaten

Architektur
Zwei physische Server mit synchronisierten VMs
Synchronisation
Software-Checkpointing (Speicher-Checkpoints)
Betriebssysteme
Windows und Linux gemäß versionsbezogener Gast-Supportmatrix
Virtualisierung
Integrierte KVM-Plattform; Anwendungsfreigaben separat prüfen
Geo-Redundanz
SplitSite (getrennte Standorte möglich)
Management
Web-basierte Verwaltungskonsole
Verfügbarkeitsschutz
Express: HA; Enterprise: HA und FT. Verhalten abhängig vom Schutzmodus
Resynchronisation
Automatisch nach Reparatur

Quelle: Stratus/Penguin Solutions Produktdokumentation

Wird meine genaue Anwendung unterstützt?

Entscheidend sind die konkrete everRun-Version, Gastbetriebssystem-Version, Boot-Konfiguration und gegebenenfalls das Quellsystem Ihrer Migration. Diese Kombination gleichen wir mit der Herstellerdokumentation ab. Zusätzlich muss geklärt werden, ob der Hersteller Ihrer Fachanwendung die Zielumgebung unterstützt. Für die Prüfung benötigen wir Ihre VM- und Anwendungsliste mit Versionsständen und Abhängigkeiten.

Versionsbezogene Supportmatrix

everRun vs. VMware vSphere FT

Vergleichen Sie Plattform, Schutzmodus, unterstützte VM und die Bedingungen der vorgesehenen Version. Ausführlicher Vergleich FT vs. HA und RTO/RPO als Entscheidungsgrundlage. Sie wollen VMware ersetzen? everRun ist die VMware-Alternative für kritische Systeme.

FT-Konfiguration
everRunEnterprise mit Software-Checkpointing
vSphere FTFT-Funktion mit versions- und lizenzabhängigen Voraussetzungen
Plattform
everRunKVM auf Standard-x86-Servern
vSphere FTvSphere / ESXi

Grenzwerte laut VMware-Dokumentation zu vSphere 8.0

  • vCPUs je geschützter VM: vSphere Standard und Enterprise bis 2, Enterprise Plus bis 8, vSphere Foundation bis 8
  • FT-geschützte VMs je Host: Standardwert 4 über den Parameter das.maxftvmsperhost. Die Dokumentation nennt ausdrücklich kein Maximum, der Wert lässt sich erhöhen oder mit 0 abschalten
  • FT-vCPUs je Host: Standardwert 8 über den Parameter das.maxftvcpusperhost. Auch hier nennt die Dokumentation kein Maximum, der Wert lässt sich erhöhen oder mit 0 abschalten

Diese Werte gelten für vSphere 8.0 und ändern sich mit Produktversionen und Lizenzmodellen. Vor einer Entscheidung am aktuellen Stand der Herstellerdokumentation prüfen.

Kann ich meine vorhandenen Server und VMware-VMs weiterverwenden?

Die Weiterverwendung vorhandener Hardware und die Übernahme bestehender VMs werden getrennt geprüft. everRun ist eine KVM-basierte Zielplattform. Für die Hardware benötigen wir die genaue Konfiguration; für die Migration Quellplattform, Versionen, Gastbetriebssysteme und Anwendungsabhängigkeiten. Das Angebot sollte Übernahmeverfahren, Testumfang, vereinbartes Unterbrechungsfenster und Rückkehrplan benennen.

Voraussetzungen und Migration im Detail
Redundante Server-Racks in einem modernen Rechenzentrum

Einsatzgebiete

Fertigung & Produktion

Bei Produktionssteuerungen wie MES und SCADA kann ein Stillstand erhebliche Kosten verursachen. Die erlaubte Unterbrechung und Ausfallkosten werden für den konkreten Prozess ermittelt.

Gesundheitswesen

Krankenhausinformationssysteme, Laborinformationssysteme, digitale Patientenakten — Systeme, bei denen ein Ausfall die Patientenversorgung gefährdet.

KRITIS-Betreiber

Betreiber kritischer Systeme müssen ihre konkreten Verfügbarkeitsanforderungen und Nachweise klären. everRun kann ein technischer Baustein sein; der Produkteinsatz allein ist kein Nachweis regulatorischer Erfüllung.

Finanzdienstleistungen

Transaktionssysteme, Zahlungsverkehr, Handelsplattformen — überall dort, wo der Verlust laufender Transaktionen direkte finanzielle Schäden verursacht.

Ergänzen Sie everRun mit den anderen Säulen

everRun ist die erste Säule der Diventus-Strategie: fehlertolerante Server. Je nach Anforderungen gehören weitere Bausteine zur Infrastruktur:

Säule 2

Redundantes Internet

Damit ein Leitungsausfall nicht den Server-Zugriff unterbricht.

becom.one entdecken →
Säule 3

24/7-Monitoring

Damit Degradierungen erkannt werden, bevor sie zum Ausfall führen.

DCM entdecken →
Ergänzend

Disaster Recovery

Für den Fall, dass ein Standort komplett ausfällt.

DCW entdecken →

Wer reagiert bei einem Fehler — und welche Verfügbarkeit ist vereinbart?

Hersteller-Verfügbarkeitsangaben sind keine automatische Servicezusage für Ihre gesamte IT. Im Angebot wird festgelegt, welche Systeme überwacht werden, wer Meldungen bewertet, welche Reaktionszeiten gelten und wann der Hersteller eingebunden wird. Auch Updates, Ersatzteile und die Prüfung Ihrer Anwendung brauchen klare Zuständigkeiten. Den passenden Betriebsumfang stimmen wir mit Ihren Anforderungen ab.

Diventus DCM-Monitoring

Was kostet Stratus everRun und was ist im Angebot enthalten?

Der Gesamtumfang setzt sich aus Softwareedition und Wartung, geeigneten Servern und Netzwerk, Installation beziehungsweise Migration sowie den vereinbarten Betriebsleistungen zusammen. SplitSite, Tests und Wiederherstellung können zusätzliche Positionen sein. Für ein vergleichbares Angebot sollten diese Leistungen getrennt benannt werden. Wir benötigen dafür Ihre Anwendungen, vorhandene Infrastruktur und den gewünschten Serviceumfang.

Konkretes everRun-Angebot besprechen

Passt everRun in Ihre Infrastruktur?

Ob Rechenzentrum, Produktionsumgebung oder KRITIS-Betrieb — in einer technischen Erstberatung prüfen wir, welche everRun-Konfiguration Ihre Anforderungen abdeckt.

+49 30 802020990