Stratus everRun — Fehlertoleranz statt Failover
Zwei Server, eine Anwendung, null Sekunden Unterbrechung. Lock-Step-Synchronisation hält Ihre geschäftskritischen Prozesse am Laufen — auch wenn Hardware ausfällt.

Ein herkömmlicher HA-Cluster erkennt den Ausfall eines Servers und schaltet auf ein Backup-System um. Das dauert Sekunden bis Minuten. Laufende Transaktionen gehen verloren, Anwendungen müssen neu starten, Nutzer bemerken die Unterbrechung.
Stratus everRun arbeitet anders. Auf zwei physischen Servern läuft jeweils eine virtuelle Maschine. Beide VMs führen gleichzeitig dieselbe Anwendung aus und werden über Speicher-Checkpoints synchronisiert. Fällt ein Server aus, läuft die Anwendung auf dem verbliebenen Server weiter — ohne Unterbrechung, ohne Neustart, ohne Datenverlust.
Quelle: Stratus/Penguin Solutions Produktdokumentation
Kernfunktionen
Lock-Step-Synchronisation
Beide Server führen identische Operationen im Gleichschritt aus. Speicher-Checkpoints stellen sicher, dass alle laufenden Transaktionen und Daten auf beiden Maschinen identisch sind. Bei Hardwareausfall gibt es keinen Umschaltmoment.
Automatischer Failover ohne Unterbrechung
Kein manueller Eingriff erforderlich. Die Anwendung läuft unterbrechungsfrei weiter. Nach Reparatur des ausgefallenen Servers erfolgt die Resynchronisation automatisch.
SplitSite — Geographische Redundanz
Die synchronisierten Server können an geographisch getrennten Standorten betrieben werden. Schutz vor Hardwareausfällen und Standortrisiken: Brand, Hochwasser, Stromausfall.
Web-basiertes Management
Zentrale Verwaltungskonsole zur Steuerung und Überwachung des Systems — ohne spezielles Fachwissen für die Stratus-Plattform.
Technische Eckdaten
| Architektur | Zwei physische Server mit synchronisierten VMs |
| Synchronisation | Lock-Step mit Speicher-Checkpoints |
| Betriebssysteme | Windows Server, Linux |
| Virtualisierung | Applikationsunabhängig |
| Geo-Redundanz | SplitSite (getrennte Standorte möglich) |
| Management | Web-basierte Verwaltungskonsole |
| Failover | Automatisch, 0 Sekunden Unterbrechung |
| Resynchronisation | Automatisch nach Reparatur |
Quelle: Stratus/Penguin Solutions Produktdokumentation
everRun vs. VMware HA
Der technische Unterschied entscheidet über Ihre Daten. Ausführlicher Vergleich FT vs. HA
| Kriterium | Stratus everRun | VMware HA (FT-Modus) |
|---|---|---|
| Unterbrechung bei Ausfall | 0 Sekunden | Sekunden bis Minuten |
| Laufende Transaktionen | Bleiben erhalten | Gehen verloren |
| vCPU-Limit im FT-Modus | Keine Einschränkung | Max. 8 vCPUs (Enterprise Plus) / 2 vCPUs (Standard) |
| Max. FT-VMs pro Host | Keine Einschränkung | 4 VMs |
| Neustart nötig | Nein | Ja |
Quellen: Stratus-Dokumentation, VMware FT-Dokumentation

Einsatzgebiete
Fertigung & Produktion
Produktionssteuerungen (MES, SCADA) dürfen nicht ausfallen. Ein Stillstand der Fertigungslinie kostet je nach Branche fünfstellige Beträge pro Stunde. [SCHÄTZUNG — branchenabhängig]
Gesundheitswesen
Krankenhausinformationssysteme, Laborinformationssysteme, digitale Patientenakten — Systeme, bei denen ein Ausfall die Patientenversorgung gefährdet.
KRITIS-Betreiber
Unternehmen unter der KRITIS-Verordnung oder NIS2 müssen die Verfügbarkeit ihrer IT-Systeme nachweisen. everRun liefert die Hardware-seitige Basis.
Finanzdienstleistungen
Transaktionssysteme, Zahlungsverkehr, Handelsplattformen — überall dort, wo der Verlust laufender Transaktionen direkte finanzielle Schäden verursacht.
Ergänzen Sie everRun mit den anderen Säulen
everRun ist die erste Säule der Diventus-Strategie: fehlertolerante Server. Für eine vollständig abgesicherte Infrastruktur:
Redundantes Internet
Damit ein Leitungsausfall nicht den Server-Zugriff unterbricht.
becom.one entdecken →24/7-Monitoring
Damit Degradierungen erkannt werden, bevor sie zum Ausfall führen.
DCM entdecken →Passt everRun in Ihre Infrastruktur?
Ob Rechenzentrum, Produktionsumgebung oder KRITIS-Betrieb — in einer technischen Erstberatung prüfen wir, welche everRun-Konfiguration Ihre Anforderungen abdeckt.
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