VMware-Alternative für Hochverfügbarkeit: Warum Stratus everRun?
Seit der Broadcom-Übernahme haben sich die VMware-Lizenzkosten für viele Unternehmen vervielfacht. Wer jetzt nach Alternativen sucht, steht vor einer entscheidenden Frage: Brauche ich nur einen anderen Hypervisor — oder eine bessere Verfügbarkeitslösung?
Inhaltsverzeichnis
Was ist passiert?
Ende 2023 hat Broadcom die Übernahme von VMware abgeschlossen. Was danach folgte, hat den Virtualisierungsmarkt grundlegend verändert:
- Preiserhöhungen von 150 bis 1.500 %: Broadcom hat die Lizenzstruktur komplett umgestellt. Einzelprodukte wurden abgeschafft, nur noch teure Bundles sind verfügbar. Viele Unternehmen berichten von Kostensteigerungen um den Faktor 3 bis 15.
- VCSP-Programm beendet: Das VMware Cloud Service Provider Programm, das vielen Managed Service Providern günstige Lizenzen ermöglichte, wurde eingestellt. Hunderte Partner weltweit verloren ihre Geschäftsgrundlage.
- Perpetual Licenses entfernt: Dauerlizenzen wurden durch Abo-Modelle ersetzt. Wer nicht verlängert, verliert den Zugang zu Updates und Support.
Für viele IT-Abteilungen ist das ein Weckruf: Die Abhängigkeit von einem einzelnen Hypervisor-Anbieter ist ein strategisches Risiko.
Warum nicht einfach ein anderer Hypervisor?
Wenn es nur um die Virtualisierung geht, gibt es zahlreiche Alternativen: Proxmox, Nutanix AHV, Microsoft Hyper-V, OpenStack mit KVM. Alle können virtuelle Maschinen ausführen.
Aber viele Unternehmen haben VMware nicht nur als Hypervisor eingesetzt, sondern auch wegen vSphere HA und vSphere FT — also wegen der Hochverfügbarkeits- und Fehlertoleranzmechanismen. Und genau hier wird die Auswahl deutlich kleiner.
Die entscheidende Frage lautet: Brauchen Sie nur Virtualisierung oder auch Ausfallsicherheit? Wenn Ihre Anwendungen bei einem Serverausfall weiterlaufen müssen — ohne Unterbrechung, ohne Datenverlust — dann reicht ein einfacher Hypervisor-Wechsel nicht aus.
VMware HA vs. Stratus everRun
Ein direkter Vergleich der beiden Ansätze:
| Kriterium | VMware vSphere HA | Stratus everRun |
|---|---|---|
| Schutzniveau | Hochverfügbarkeit (Failover) | Echte Fehlertoleranz (unterbrechungsfrei) |
| Ausfallzeit bei Hardware-Fehler | Minuten (VM-Neustart) | Null |
| Hypervisor | ESXi (proprietär) | KVM (Open Source, im Linux-Kernel) |
| Lizenzmodell | Abo (Broadcom Bundle) | Perpetual + Support |
| Vendor Lock-in | Hoch (proprietäres Ökosystem) | Gering (KVM-basiert, Standard-Hardware) |
| Shared Storage erforderlich | Ja (SAN/NAS) | Nein (lokale Disks werden gespiegelt) |
Ein besonders relevanter Punkt: Stratus everRun braucht kein Shared Storage. Bei VMware HA ist ein SAN oder NAS zwingend erforderlich — eine zusätzliche Infrastrukturkomponente, die selbst zum Single Point of Failure werden kann. everRun spiegelt die lokalen Festplatten synchron zwischen den beiden Knoten.
Migration von VMware zu everRun
Eine Migration von VMware zu Stratus everRun ist kein Forklift-Upgrade, aber auch keine Raketenwissenschaft. Der typische Ablauf:
- 1Bestandsaufnahme: Welche VMs laufen auf VMware? Welche davon sind geschäftskritisch und brauchen Fehlertoleranz?
- 2Hardware-Sizing: everRun läuft auf Standard-x86-Servern. Zwei identische Server werden als Paar konfiguriert. Die Hardware-Anforderungen sind in der Regel günstiger als bei VMware-Setups.
- 3VM-Konvertierung: VMware-VMs werden mit dem Stratus P2V-Client oder Standard-Tools nach KVM konvertiert. Windows- und Linux-Gäste werden unterstützt.
- 4Parallelbetrieb: Beide Systeme laufen temporär parallel, um die Migration zu validieren. Anwendungen werden schrittweise umgezogen.
- 5VMware-Abschaltung: Nach erfolgreicher Validierung wird die VMware-Umgebung abgeschaltet. Die Lizenzkosten entfallen sofort.
Diventus hat als Stratus Elite Gold Partner seit 2006 mehr als 100 everRun-Installationen betreut. Wir kennen die typischen Migrationspfade, die Fallstricke und die Abkürzungen.
Fazit
Die Broadcom-Übernahme hat VMware von einer verlässlichen Plattform zu einem finanziellen Risiko gemacht. Wer jetzt wechselt, sollte die Gelegenheit nutzen, nicht nur den Hypervisor zu tauschen, sondern das Schutzniveau zu verbessern.
Stratus everRun bietet echte Fehlertoleranz auf KVM-Basis — ohne Vendor Lock-in, ohne teure Shared Storage, ohne explodierende Lizenzkosten. Für Unternehmen, bei denen Ausfallzeit keine Option ist, ist das eine strategisch bessere Wahl als ein reiner 1:1-Ersatz.
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